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Sozialminister Renner zu Gast bei Pflegedienste C. Kern

Symposium ambulant vor stationr" bringt Fachwelt ins Gesprch

Auf Einladung der Häuslichen Pflegedienste Christine Kern in Emmendingen trafen sich im Leitwerk Emmendingen hochkarätige Persönlichkeiten um über Status und Perspektiven zu „ambulant vor stationär“ zu diskutieren. Sozialminister A. Renner kritisiert die Brüche in der ambulanten und stationären Versorgung und fordert auf, Gräben zuzuschütten und ein vernetztes Versorgungs-System aktiv zu praktizieren. Noch immer sind Behandlungsabläufe und Patienten unnötig belastet durch Einzelinteressen und mangelnde Kooperation zwischen
ambulanten und stationären Dienstleistern.

Helmut Schillinger, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Emmendingen und Mitglied der Experten – Kommission Baden – Württemberg hält dagegen, dass in der regionalen Versorgung die Verweildauer bereits auf 6,2 Tage abgesunken ist und die Devise ambulant vor stationär in der Region schon aktiv gelebt wird. Ein gutes Beispiel hierfür ist auch das denken und Handeln über Kreisgrenzen hinweg.

Christine Kern von den gleichnamigen Pflegedienste verweist auf Möglichkeiten, was ambulant heute alles machbar ist – kein Vergleich mehr zu dem vor wenigen Jahren. Hochspezialisierte Pflegefachkräfte sind heute in vielen Bereichen der medizinischen Nachsorge tätig und übernehmen aufgaben, die früher stationär vorbehalten waren.

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Ein Heißes Eisen ist die Schwarzarbeit in der Pflege. Während Sozialminister Renner die illegale Beschäftigung vorwiegend durch Osteuropäer streng maßregelt, sieht dies die Pflegeexpertin differenziert: Menschen aus Osteuropa wären nicht hier, wenn es dafür nicht einen zwingenden Bedarf gäbe. Die Politik sei gefordert, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, diese Beschäftigungsverhältnisse zu legalisieren bei gleichzeitiger Bezahlbarkeit für die Pflegebedürftigen. Viele einfache Aufgaben können von Menschen ohne Fachausbildung und somit auch zu günstigeren Preisen erledigt werden – das ist kein Widerspruch. Eine Differenzierung der Aufgabenfelder ist ohnehin unausweichlich, dass jeder alles macht, ist in Zukunft nicht tragfähig.

Dr. M. Mohrmann, leitender Arzt des MDK Baden-Württemberg, führt aus, dass medizinisch ambulant ungeheuer viel machbar sei, dies aber nicht immer wünschenswert ist. Der Patient soll entscheiden können, was für ihn persönlich am Besten ist.

Dr. J. Fechner, Sprecher der kassenärztlichen Vereinigung präsentierte seine Vision vom ambulanten Krankenhaus und zeigt die Kostenstruktur ambulant und stationär auf.

Landtagsabgeordneter Alfred Haas als Moderator versetzt sich in die Lage der Patienten und stellt fest, dass dieser oft nicht im Mittelpunkt, sondern dem System eher im Wege ist, dieses empfinden teilen viele Betroffene. Umso mehr müssen Patientenbelange im sinne von Kundenorientierung wieder mehr Gehör finden und nicht von Eigeninteressen überlagert werden.

Sozialminister Renner fordert abschließend alle Beteiligten auf, die vielen Möglichkeiten der derzeit gültigen Gesetze zu nutzen, sich auf Veränderungen einzulassen  und die Zusammenarbeit der verschiedenen Leistungserbringer in der Versorgungskette verbindlicher zu gestalten.

© Häusliche Pflegedienste Kern, Denzlinger Str. 27, 79312 Emmendingen, Tel.: 0 76 41 / 9 30 98 - 40